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Liebes Publikum, Liebe Freundinnen und Freunde der Hamburger Kammerspiele, 

vielen Dank für Ihre Treue, ihr ungebrochenes Interesse an den magischen und tragischen Geschichten, die Theater erzählt und für die vielen positiven und bestärkenden Zuschriften, die uns erreicht haben.

Auch wenn der Spielbetrieb zur Eindämmung der Coronapandemie noch bis zum  28. März eingestellt ist, proben wir in den Kammerspielen an Johann Wolfgang von Goethes “Stella” und bleiben optimistisch, dass der Frühling unter einem besseren Stern steht. Uns alle trägt die Hoffnung, Sie schon bald in unseren Theatern wiederzusehen und so arbeiten wir weiterhin an der Realisierung wunderbarer Theatermomente. 

Über die weiteren Entwicklungen halten wir Sie natürlich hier, auf unseren Social-Media-Kanälen und im Newsletter auf dem Laufenden.


Auftakt zu “1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland”

Am 21. Februar 2021 wurde mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung im Beisein von Bundespräsident Frank-Walter Steinemeier das Festjahr “1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland” in Köln eröffnet. Bundesweit werden das ganze Jahr über zahlreiche Veranstaltungen stattfinden, welche an jüdische Geschichte erinnern, aber auch den Fragen nachspüren werden, wo wir im Dialog heute stehen und wie wir Zukunft gemeinsam gestalten wollen. Mit der 12-teiligen Veranstaltungsreihe “Literarisch-Musikalische Stolpersteine” mit dem Jewish Chamber Orchestra Hamburg wollen die Hamburger Kammerspiele an die Tradition des Theaters anknüpfen und die Bereicherung der Kultur Deutschlands durch jüdisches Leben fortsetzen und feiern.

Stolperstein von Komponist Victor Ullmann

Das Jewish Chamber Orchestra Hamburg entstand aus der Idee, das 1934 ins Leben gerufene und zwei Jahre später wieder aufgelöste Jüdische Kammerorchester Hamburg wiederzubeleben. Das damals von dem Geiger, Dirigenten und Komponisten Edvard Moritz gegründete Ensemble spielte neben bekannten klassischen und romantischen Werken auch zeitgenössische Musik von jüdischen Komponisten Mit dem Berufsverbot für jüdische Künstler*innen endeten die Aktivitäten des Kammerorchesters.

In seinen Konzertprogrammen präsentiert das Jewish Chamber Orchestra Hamburg selten aufgeführte Werke von jüdischen Komponisten, die Opfer des Nationalsozialismus wurden. Dazu gehören unter anderen Victor Ullmann, Hans Krása, Gideon Klein, Erwin Schulhoff und Pavel Haas. An sie, aber auch an die vielen jüdischen Autor*, deren Bücher in den Jahren 1933-1945 unterdrückt, verboten und verbrannt wurden, die ins Exil gingen, um ihr Leben zu retten oder dem nationalsozialistischen Terror zum Opfer fielen, soll die Reihe „Literarisch-Musikalische Stolpersteine“ an den Hamburger Kammerspielen erinnern.

Zum Konzertprogramm lesen bekannte Schauspieler*innen ausgewählte Texte, die den großen Facettenreichtum jüdischer Literatur abbilden.

Das literarisch-musikalische Programm der einzelnen Veranstaltungen finden Sie hier.


Stella

Von Johann Wolfgang von Goethe
Regie: Amina Gusner
Ausstattung: Inken Gusner
Mit Isabell Fischer, Barbara Krabbe, Kristina-Maria Peters, Mario Ramos, Anna Schäfer

Premiere: 05. Mai 2021
Vorstellungen bis 05. Juni 2021

MEHR INFOS


75  JAHRE HAMBURGER KAMMERSPIELE

Am 10. Dezember 1945 eröffnete Ida Ehre die Hamburger Kammerspiele. Kultur im Nachkriegswinter 1945  – absolut verwegen. Und unerschrocken, dem erfahrenen Grauen trotzend, risikobereit und beherzt. Danke, Ida Ehre. 

Lesen Sie hier die bewegte Geschichte der Hamburger Kammerspiele.

Grußwort von Intendant Axel Schneider zum Jubiläum des Hauses: 

Sehr geehrte Damen und Herren,

was hat dieses Haus seit seiner Eröffnung am 10. Dezember 1945 schon alles erlebt?

Prinzipalin Ida Ehre

75 Jahre lebendiges, unterhaltendes, oft zeitkritisches und packendes Theater, tolle Schauspieler*innen, intelligente Regien, überraschende Bühnenbilder auf kleinem Raum und immer wieder viel Herzblut beim Interpretieren der Texte und Figuren! 

Zu der Geschichte des Hauses gehören aber auch Zeiten großer Armut, in denen Zuschauer*innen mit Kohle bezahlten, bzw. die Schauspieler*innen bei Gastspielen, zum Beispiel bei den Ruhrfestspielen, mit Kohle bezahlt wurden. In denen angelsächsische und französische Autoren, vorher verboten, für den deutschen Kulturraum wiederentdeckt wurden, in denen ein Bürgertum neu erwuchs und in den Fünfzigern, Sechzigern und auch in späteren Jahrzehnten immer wieder neu angesprochen werden musste. Waren die Staatstheater in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts noch für die Unterhaltung zuständig, so rissen sie sich nun die „anspruchsvollen, relevanten“ Themen unter den „hochsubventionierten Nagel“. Und die Privattheater verschrieben sich stattdessen immer mehr dem Boulevard und anderen Unterhaltungsformen. In den Hamburger Kammerspielen ließ sich Ida Ehre nicht beirren, sondern blieb ihrem hohen Anspruch treu. Das Erstarken des Fernsehens in den Siebzigern erhöhte den Druck, die Hauptrollen der eigenen Produktionen mit den aus diesem Medium bekannten Publikumslieblingen zu besetzen.

Und nun erleben wir eine globale Pandemie, in der wir entweder über Wochen den Spielbetrieb zur Verringerung der Infektionszahlen ganz einstellen müssen oder aber nur mit vielen Auflagen und verkleinertem Zuschauerraum spielen können.

“Chuzpe”: Joachim Bliese und Ulrike Folkerts

Wir blicken auf 75 bewegte Jahre.

Sehr geehrtes Publikum, seit August 2003, also seit über 17 Jahren, dürfen wir die Geschicke dieses renommierten Haues lenken. Das ist immerhin bald ein Viertel der gesamten Zeit. Mit großem Respekt verwalten wir auch das Erbe der Begründerin Ida Ehre. Eine Zeit wie diese hatten die Kammerspiele aber noch nie zu überstehen. 

Ida Ehre war nach dem Krieg getrieben von dem Gedanken, wieder spielen zu dürfen – wir sind es auch. Die Voraussetzungen sind komplett andere. Das Publikum damals lechzte nach Erneuerung, nach Freiheit der Gedanken. Wir kommen aus Jahrzehnten größtmöglicher Freiheit und erstarren zurzeit in dem Konflikt, diese Freiheiten verordnet oder freiwillig aufzugeben. Natürlich nur auf Zeit!

“Ziemlich beste Freunde”: Patrick Abozen und Hardy Krüger jr.

Unsere Botschaft ist: Gerade diese Zeit, in der sich alles um Corona zu drehen scheint, braucht auch wieder den Fokus auf andere Themen, die Themen, die vor der Pandemie schon wichtig waren und die, die seitdem noch dazugekommen sind. Unsere Gesellschaft befindet sich im Wandel, mit und ohne Corona. Wir sehen uns verpflichtet, künstlerisch auf diese Veränderungen einzugehen. Mit dem Stück „Die Kinder“ haben wir zum Saisonauftakt dafür viel Anerkennung bekommen. Wir trafen auf ein Publikum, das dankbar war, weiter „gefordert“ zu sein. So wollen wir weitermachen, mit Themen über Mikrokosmen und Themen mit globaler Relevanz. 

Bleiben Sie neugierig und bleiben Sie uns gewogen.  


Die Kammerspiele bei NDR 90,3

Hören Sie sich den Beitrag von Peter Helling anlässlich des Jubiläums der Hamburger Kammerspiele hier an:

 


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