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Theaterkasse Mo bis Sa 1400-1800  Abendkasse öffnet 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn
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Die Welt der russisch-jüdischen Familie aus Hamburg, um die es in Maxim Billers neuem Roman „Mama Odessa“ geht, ist voller Geheimnisse, Poesie, Verrat und Literatur.  Es ist aber auch ein kluges, schönes und wahrhaftiges Buch über einen Sohn und eine Mutter, beide Schriftsteller, die sich lieben, wegen des Schreibens immer wieder verraten – und einander trotzdem nie verlieren. Und es erzählt uns vom Verlust und der immerwährenden Suche nach einem Zuhause.

Mit beeindruckender Leichtigkeit spannt Maxim Biller einen Bogen vom Odessa des Zweiten Weltkriegs über die spätstalinistische Zeit bis in die Gegenwart. Alles hängt bei der Familie Grinbaum miteinander zusammen: das Nazi-Massaker an den Juden von Odessa 1941, dem der Großvater wie durch ein Wunder entkommt, ein KGB-Giftanschlag, der dem Vater des Erzählers gilt und die Ehefrau trifft, die zionistischen Träumereien des Vaters, der am Ende mit seiner Familie im Hamburger Grindelviertel strandet, in der Bieberstraße 7, um die Ecke der Hamburger Kammerspiele. Hier erinnert in den 70er-Jahren nichts mehr an die jüdische Vergangenheit des Stadtteils. Das kommt erst nach und nach wieder.

Der Vater verlässt die Familie für eine Deutsche, die Mutter versucht zu schreiben. Am besten gelingt ihr dies im Auto, auf dem Toom Parkplatz im Viertel. Derweil spielt Mischa, der Sohn der Familie und unser Protagonist, in der Theaterpause bei geöffnetem Fenster Klavier für das Publikum der Hamburger Kammerspiele …

Ein schönes, helles, zartes Licht schimmert durch die Zeilen dieses komisch-traurigen und außergewöhnlichen Buchs. „Mama Odessa“ ist ein ganz besonderes Stück Literatur. Gearbeitet mit größter Präzision und poetischer Kraft. Gewürzt mit Nostalgie, Humor und Sehnsucht.
Kai Wessel und Anja Del Caro destillieren daraus eine eigene Textfassung für die Hamburger Kammerspiele.

Am 29. & 30. Januar sowie am 05., 12., 19. & 26. Februar 2026 bieten wir als Einführung jeweils vor der Aufführung einen halbstündigen geführten Spaziergang durch das Grindelviertel an – Dramaturgin Anja Del Caro wird Sie an einige der Schauplätze des Stückes führen und gibt Erläuterungen zur Romanvorlage, der Bühnenfassung und der Produktion. Diese können Sie optional beim Kartenkauf im Webshop, per Telefon oder an unserer Theaterkasse zubuchen. Einen Überblick vom Rundgang erhalten Sie hier.*

Treffpunkt ist jeweils um 18:30 Uhr auf den Stufen vorm Haupteingang der Hamburger Kammerspiele. Der Rundgang endet am Theater, wo Sie vor der Vorstellung noch ausreichend Zeit haben, um ihre Garderobe abzugeben oder ein Getränk in der Buddha Bar zu genießen.

 

* Die Teilnahme am geführten Spaziergang können Sie am gewählten Vorstellungsdatum, soweit noch Plätze verfügbar sind, kostenlos hinzufügen, sobald Sie die gewünschten Plätze für die Vorstellung in den Warenkorb legen. Die Gruppengröße ist auf max. 20 Personen begrenzt. Die Strecke weist keine besonderen Anforderungen auf und ist auch für Menschen mit leichten motorischen Einschränkungen zu bewältigen.

Vorstellungsdauer: ca. 2 Stunden, inkl. Pause

Fotos: © Anatol Kotte


Was die humorvoll-melancholische Inszenierung der leisen Töne besonders macht: Anhand persönlicher Erinnerungen erzählt sie ein uraltes, doch bis heute aktuelles Drama der Menschheitsgeschichte von Flucht und Vertreibung weiter. Das Größte aber ist vielleicht das Darsteller-Duo. Adriana Altaras und Florian Lukas spielen überragend, zeigen authentisch zwei verletzliche und verletzende Menschen und gestalten das fordernde Stück so lebendig, dass man als Zuschauer einfach dranbleibt.Hamburger Morgenpost

Tragikomisch, mit einer zarten, unaufdringlichen Sentimentalität, hinterlässt dieser Abend das Gefühl, etwas Wunderbares erlebt zu haben.Die junge Welt

Die gebürtige Kroatin Adriana Altaras, Tochter ehemaliger jüdischer Partisanen und selbst mit filmreifer Familiengeschichte ausgestattet, spielt diese schwierige Mutter zwischen Affenliebe und Konkurrenz (Mutter und Sohn sind beide Schriftsteller), zwischen Zärtlichkeit, Wut und Härte, und später auch im Wandel von Lebenslust zu Gebrechlichkeit, umwerfend. Beste Besetzung, ein Glücksgriff.Die junge Welt

Florian Lukas schafft es perfekt, sich zurückzunehmen, den Raum der Mutter zu überlassen, für die dieser Text geschrieben wurde. Und dabei keineswegs farblos zu werden, sondern, oft mit trockenem Humor und dem leisen Witz der Verbitterung, große Gefühle und Verletzungen unter der Oberfläche sichtbar zu machen.Die junge Welt

Dass Filmstar Lukas(„Good Bye, Lenin!“) und seine Kollegin Adriana Altaras (mit kleinen Ausnahmen) seit 15 Jahren nicht mehr auf der Bühne gestanden haben, ist beiden bei ihrem Kammerspiele-Debüt nicht anzumerken. In der leicht schrägen Kulisse bewältigen sie die dem Biller-Roman immanenten Zeitsprünge und das Spiel einzelner Episoden […] gekonnt unaufgeregt in fließenden Übergängen.Hamburger Abendblatt

Adriana Altaras ist nicht nur „Mama Odessa“, sie gibt auf tragisch-komische Art auch die „Mutter übergriffig“ und glänzt mit ihrer Darstellung als kranke und gekränkte Alte.Hamburger Abendblatt

Gefeiert wird die Produktion mit minutenlangem Beifall für die beiden Schauspieler und das Regieteam.Hamburger Abendblatt

Termine

sa
19:30
AUSVERKAUFT IN KÜRZE BUCHBAR
so
18:00
AUSVERKAUFT IN KÜRZE BUCHBAR
do
19:30
AUSVERKAUFT IN KÜRZE BUCHBAR
fr
19:30
AUSVERKAUFT IN KÜRZE BUCHBAR
sa
19:30
AUSVERKAUFT IN KÜRZE BUCHBAR

Preise

PK A
PG1
reg./erm.
46 € / 31 €
43 € / 29 €
PG2
reg./erm.
41 € / 27,50 €
38 € / 25,50 €
PG3
reg./erm.
35 € / 23,50 €
31 € / 21 €
PG4
reg./erm.
24 € / 16 €
21 € / 14 €

Fr/Sa (abends)
andere Tage

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