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„Der Gang vor die Hunde“ sollte er eigentlich heißen, Kästners autobiografischer Großstadtroman. Veröffentlicht wurde er erstmals 1931 in gekürzter, zensierter Fassung unter dem Titel „Fabian. Die Geschichte eines Moralisten“. Erst 2013 erschien Kästners Meisterwerk in ungekürzter Version.

Im Zentrum steht der Moralist Fabian, der mit seinem Freund Labude durch das unmoralische Berlin der frühen 1930er Jahre taumelt. Es geht um die Konfrontation mit Liebe, Hass und Gewalt in der Zeit des Kommunismus und des aufkeimenden Faschismus.

„Der Gang vor die Hunde“ ist eine Erzählung um Sehnsucht und Suizid, gekaufte und verkaufte Liebe, und um Berlin, den zärtlichen Moloch der Moderne.

Nun wagen Christine Sommer und Martin Brambach den „Gang vor die Hunde“. Gemeinsam mit den Babylon Syncopators entführt das Künstlerpaar sein Publikum in diese verrückte Welt, die oft erschreckend aktuell wirkt. So entsteht eine szenische Lesung mit Musik der Zeit, eine Tour de Force durch die frühen 1930er Jahre: ausschweifend, pornografisch, dekadent und hochpolitisch.

AUFFÜHRUNGSDAUER: 2 Stunden 20 Minuten, inkl. Pause

Fotos: Jens van Zoest, Volker Beushausen, George Sommer
Trailer: Siegersbusch Film

Bei der Hamburg-Premiere in den Kammerspielen wird das siebenköpfige Ensemble am Ende mit kräftigem, warmherzigem Applaus bedacht. Was Brambach mit seinen drei Schauspielkollegen und dem im Hintergrund agierenden Trio The Babylon Syncopators zeigt, ist eine durchaus rasante Mischung aus Spiel, Musik und szenischer Lesung.Hamburger Abendblatt

Zigarren- und Zigarettenrauch wabern durchs Kammerspiele-Parkett, wenn sich die Herren welche anstecken. Spitzen auf Zigarettenwerbung sowie Alkoholreklame gestern und heute sind gelungene Einsprengsel – da schenkt Brambach auch mal der ersten Reihe ein.Hamburger Abendblatt

„Zwei in einer großen Stadt“ (1942) von Willi Kollo […], berührt […] als Duett von Brambach und Christine Sommer als Fabians große Flamme Cornelia. Sie glänzt insbesondere als Sängerin und mannstolle Frau Moll.Hamburger Abendblatt

„Ich warte auf den Sieg der Anständigkeit, dann könnte ich mich zur Verfügung stellen“, sinniert Fabian. Dass dies in Zeiten der sich radikalisierenden Weimarer Republik nicht gereicht hat, ist bekannt. Dass man auch heute, in Zeiten der kriselnden Berliner Republik, handeln sollte, ist ein neuer Aspekt. „Der Gang vor die Hunde“ in den Hamburger Kammerspielen zu erleben, kann da nur ein erster, kleiner unterhaltsamer Schritt sein.Hamburger Abendblatt

Preise

PK H
Fr/Sa (abends)
andere Tage
PG1
reg./erm.
48 € / €
48 € / €
PG2
reg./erm.
44 € / €
44 € / €
PG3
reg./erm.
40 € / €
40 € / €
PG4
reg./erm.
36 € / €
36 € / €

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