Freie Schauspielschule Hamburg
In Bernarda Albas Haus werden systematischer Zwang und die Unterdrückung von Bernardas fünf Töchtern zu den prägendsten Kräften des Abends. Federico García Lorca erzählt von einem Haushalt, in dem sich Kontrolle bis in Sprache, Körper und Verhalten einschreibt. Die Töchter unterwerfen sich den strikten Regeln Bernardas, bis sich die Spannungen zunehmend in gewaltvollen Konflikten entladen.
In dieser Inszenierung erscheint La Poncia als geteilte Figur zwischen Struktur und Bruch. Sie beobachtet das Zusammenspiel aus Opportunismus, Intrigen und Sehnsucht innerhalb der Familie und erkennt früh die Risse des Systems. Pepe el Romano bleibt unsichtbar und wird zur Projektionsfläche für Angst, Begierde und Hoffnung.
Geprägt wird der Abend von hörbaren Rhythmen aus Atem, Sprache und Bewegung. Dynamische Körperbilder und chorische Momente verdichten die Enge des Hauses zu einem gemeinsamen Zustand. Weiße Tücher durchbrechen die schwarze Ästhetik der Inszenierung und schaffen Räume zwischen Erinnerung, Ritual und Trauer.
So entsteht eine Welt voller Beklemmung und unterdrückter Sehnsucht, in der Persönlichkeiten versuchen auszubrechen, obwohl das System längst durch sie spricht.
® Copyright / Bilderrechte freigegeben von Sebastian Kauté
Termine
Preise
Fr/Sa (abends)
andere Tage
20,00 Euro Eintrittspreis regulär
10,00 Euro Eintrittspreis ermäßigt nur für Schüler/Studenten
