Es ist der letzte Kriegssommer, die Nachrichten von der Ostfront sind schlecht. Der junge Soldat Walter Proska aus dem masurischen Lyck wird einer kleinen Einheit zugeteilt, die eine Zuglinie sichern soll und sich in einer Waldfestung verschanzt hat. Bei sengender Hitze und zermürbt durch stetige Angriffe von Mückenschwärmen und Partisanen, aufgegeben von den eigenen Truppen, werden die Befehle des kommandierenden Unteroffiziers zunehmend menschenverachtend und sinnlos.
Die Soldaten versuchen sich abzukapseln: Einer führt einen aussichtslosen Kampf gegen einen riesigen Hecht, andere verlieren sich in Philosophieren über Leben und Tod. Und Proska stellen sich immer mehr dringliche Fragen: Was ist wichtiger, Pflicht oder Gewissen? Wer ist der wahre Feind? Kann man handeln, ohne schuldig zu werden? Und: Wo ist Wanda, das polnische Partisanenmädchen, das ihm nicht mehr aus dem Kopf geht?
Bereiten Sie sich auf Ihren Theaterbesuch vor und schauen Sie unsere digitale dramaturgische Einführung zum Stück mit Dramaturgin Helke Rüder:
Aufführungsdauer: 2 Stunden 10 Minuten, inkl. Pause
Fotos: Anatol Kotte
Szenenfotos: Bo Lahola
Trailer: Siegersbusch Film
Dramaturgische Einführung: Helke Rüder
Die visuelle Reduktion lässt den Schauspielern viel Raum, die insgesamt in diesem Ambiente und mit dem anspruchsvollen Text von Siegfried Lenz stark gefordert sind. Markus Feustel ist ein berührender Walter Proska, der inmitten des Kriegsgetümmels die furchtbare Einsamkeit vermittelt, die bei Fallada heißt: »Jeder stirbt für sich allein.«Junge Welt
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