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Warten vor der Tür. Die Tür geht auf, na endlich. Aufstehen, lässig Richtung Tür gehen – zack, die Tür geht zu. Aha, na gut. Einfach schneller sein beim nächsten Mal. Die Tür geht auf, schnell Richtung Tür gehen – Aua! – Tür geht zu, das war zu schnell. Warten. Höflich klopfen. Nichts passiert. Vehementer klopfen. Nichts passiert. Fuchsteufelswild die Tür verprügeln. Die Tür geht auf. Na also. Heeee! Unverschämt! Ein andrer hat sich vorgedrängelt. Die Tür geht zu.

Eine sprechende Tür, eine Frau, die nur mal ganz kurz draußen war, und ein Chor, dem auf Grund von Sparmaßnahmen gekündigt wurde und der durch eine 400-Euro-Aushilfskraft ersetzt werden musste – mit diesen drei Figuren erzählt Ingrid Lausund das Drama vom Drinsein, Draußensein, Dabeisein-Wollen. Ein kafkaeskes Szenario von der Willkür des Ausgeschlossenseins.

Für Anneliz lief alles gut. Doch von einem Moment zum andern ist die Tür, durch die sie täglich ein und aus ging, für sie verschlossen. Auf der Suche nach einer Erklärung beginnt für sie eine emotionale Achterbahnfahrt von Panik, Wut und Selbstzweifel, von Aufbegehren und Resignation. Kein Ansprechpartner, keine Begründung, keine Antwort. The person, you have called, is temporary not available.

So wie die Situation hat sich auch die Sprache ent-individualisiert, besteht oft aus musikstückhaft angeordneten Texten, Satzfragmenten, Phrasen, Verkürzungen und aberwitzigen Sprachritualen. Die Phänomenologie der Tür wird gnadenlos auf die Spitze getrieben und bitter-komisch präsentiert von Hildegard Schroedter, Robert Glatzeder und Matthias Matz.

Die Autorin und Regisseurin Ingrid Lausund ist eine der meistgespielten Gegenwartsautorinnen Deutschlands. Von 2000 bis 2004 arbeitete sie am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Dort entstanden unvergessene Abende wie „Hysterikon“, „Bandscheibenvorfall. Ein Abend für Leute mit Haltungsschäden“, oder „Konfetti! Ein Zauberabend für politisch Verwirrte“. An den Hamburger Kammerspielen waren ihre Abende „Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner“ und „Zeit – die erschöpfte Schnecke wirft ihr Haus weg und flippt richtig aus“ zu sehen.

 

Aufführungsdauer: 1 Stunde 40 Minuten ohne Pause

 

Wunderbar gelingt Hildegard Schroedter die Anneliz. Eine Frau, die mitläuft und mitschwimmt […]. Die in einem fiktiven Strip die letzten Weibchen-Reserven aktiviert und sich danach den Rock glattstreicht, als wären so alle Sorgenfalten ausgebügelt. Robert Glatzeder ist ein hochbeweglicher, hochmusikalischer Ein-Mann-Chor mit Bigband-Charisma und Matthias Matz als sprechende Tür eine von herrlichem Ernst getragene Absurdität.WAZ

Der typische Lausund-Mix aus scheinbarer Improvisation und knallharter Dramaturgie, pointierter Alltagssprache und musikalisierten Sprachritualen, kafkaesker Zwanghaftigkeit und befreiendem Lachen, aktueller Gesellschafts-Satire und zeitloser Philosophie.Rheinische Post

Preise

Kategorie B
Fr/Sa (abends)
andere Tage
PG1
reg./erm.
38 € / 28 €
37 € / 27 €
PG2
reg./erm.
34 € / 24 €
33 € / 23 €
PG3
reg./erm.
28 € / 18 €
27 € / 17 €
PG4
reg./erm.
18 € / 10 €
17 € / 9 €

Ermäßigte Karten erhalten Studenten und Schüler (bis 27 Jahre), Behinderte,
Erwerbslose und Inhaber/-innen der Hamburger Sozialkarte. Sonderkonditionen
für Gruppen. Karten auch an allen bekannten Vorverkaufsstellen über Bilettix.

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