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Eine Frau wacht eines Morgens in einer Jagdhütte auf und findet sich eingeschlossen von einer unsichtbaren Wand, hinter der kein Leben mehr existiert. Was ihr bleibt sind ein Hund, eine Katze, eine Kuh, die Berge, eine Alm.

„“Durch die Wand wurde ich gezwungen, ein ganz neues Leben zu beginnen, aber was mich wirklich berührt, ist immer noch das gleiche wie früher: Geburt, Tod, die Jahreszeiten, Wachstum und Verfall. Die Wand ist so sehr Teil meines Lebens geworden, dass ich oft tagelang nicht an sie denke, sie geht mich in Wahrheit nichts an.““
Marlen Haushofers Roman ermöglicht viele Deutungsmöglichkeiten. „Die Wand“ als Symbol für Barrieren, die uns von den Mitmenschen trennen; Krankheit, Depression, Ausgrenzung, Einsamkeit. Die Bedrohung und zugleich die Sehnsucht, gezwungen zu werden, ohne andere Menschen zu leben. Dorothee Hartinger spielt in szenischer Einrichtung von Christian Nickel diesen österreichischen Jahrhundertroman auf der Feststiege des Burgtheaters, die mit ihrer wuchtigen Unwirtlichkeit einem Naturereignis gleichkommt.

Foto: Reinhard Werner

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Die Schauspielerin Dorothee Hartinger hat den Text aus Romanpassagen zusammengesetzt, sie spielt konzentriert, innig verhalten. Bis allein durch ihr Spiel langsam das Wunder geschieht: Die Stiege verblasst, man driftet in eine elementare Welt. Etwas Neues wartete hinter den Dingen, so erlebt es die Erzählerin; und so erleben es im besten Fall die Zuschauer.Die Presse

Dorothee Hartinger schafft das, was gutes Theater ausmacht: Nämlich Bilder im Kopf entstehen zu lassen.ORF

Haushofers verstörender Roman (1963), dem erst nach ihrem Tod die ihm gemäße Würdigung zuteil wurde, ist derzeit auch im Kino in Julian R. Pölslers Verfilmung mit Martina Gedeck präsent. Im Vergleich dazu bietet nun Dorothee Hartinger in der Regie von Christian Nickel eine nicht weniger eindrucksvolle Interpretation. Sie gestaltet den geschickt gerafften Text auf der Burgtheater-Feststiege virtuos, berührend, intensiv und unsentimental als eineinhalbstündige Performance.Wiener Zeitung

Preise

Kategorie B
Fr/Sa (abends)
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PG1
reg./erm.
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37 € / 27 €
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reg./erm.
€ / €
33 € / 23 €
PG3
reg./erm.
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27 € / 17 €
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17 € / 9 €

Ermäßigte Karten erhalten Studenten und Schüler (bis 27 Jahre), Behinderte, Erwerbslose und Inhaber/-innen der Hamburger Sozialkarte. Sonderkonditionen für Gruppen. Karten auch an allen bekannten Vorverkaufsstellen über Bilettix.

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