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Chuzpe* ist ein Begriff aus dem Hebräischen (chuzpá). Von Chuzpe ist immer dann die Rede, wenn eine unglaubliche Dreistigkeit oder Frechheit begangen wird. Man kann sie aber auch durchaus positiv als kühne und gewitzte Eigenart bewerten. Edek, eine von Lily Bretts Hauptfiguren im Stück, hat genau diese Chuzpe, diese charmante, entwaffnende Frechheit, der man einfach erliegen muss.

 

Ruth führt ein wohlgeordnetes und vielleicht etwas zu kontrolliertes Leben in New York. Sie kann nicht begreifen, dass ihr Vater Edek, vor wenigen Wochen erst von Melbourne zu ihr nach New York gezogen, weit davon entfernt ist, einen ruhigen Lebensabend verbringen zu wollen. Lebensabend scheint überhaupt der völlig falsche Begriff für den munteren über 80-Jährigen zu sein, der sich erst in Ruths Büro nützlich zu machen versucht und damit heilloses Chaos anrichtet und wenig später auch noch ein Verhältnis mit der, wie Ruth findet, viel zu jungen, noch unter 70-jährigen attraktiven Polin Zofia beginnt. Und damit nicht genug: Zusammen mit Zofia will Edek zum Entsetzen seiner Tochter ein „Klopse“- Restaurant eröffnen.

„Chuzpe“ ist ein sprühender Roman über Väter und Töchter, polnische Küche und New Yorker Neurosen; eine Geschichte ernster Irrungen und komischer Wirrungen, erzählt mit genau der Mischung aus Witz, Wärme und Verstand, die Lily Bretts Stimme so unverwechselbar macht. Es ist ein Stück, das zu Herzen geht, mit – so viel sei verraten – märchenhaftem Happy End, das Lust auf mehr Chuzpe* im Leben macht.

Die Uraufführung der Bühnenfassung fand 2012 in den Kammerspielen der Josefstadt in Wien statt.

 

* Das „ch“ wird ausgesprochen wie im Wort „lachen”, der Rest des Wortes folgt der deutschen Aussprache, wobei das u kurz und das z wie ein tz ausgesprochen wird. Die Betonung liegt auf der ersten Silbe.

 

LILY BRETT
Lily Brett wurde 1946 in Deutschland geboren. Ihre Eltern hatten im Zweiten Weltkrieg das Konzentrationslager Auschwitz überlebt und emigrierten nach Kriegsende schon bald nach Australien. Brett wuchs in Australien auf, mittlerweile lebt sie seit vielen Jahren in New York. Sie veröffentlichte bisher sechs Romane, darunter „Einfach So“ (1995), „Zu Viele Männer“ (1997), „Chuzpe“ (2006) und „Lola Bensky“ (2012). Ihr neuester Roman „Immer noch New York“ ist gerade im Oktober 2014 erschienen. Zudem sind von ihr sieben Gedichtbände und drei Essaysammlungen erschienen. Bretts Werk ist sehr autobiographisch geprägt. Sie behandelt in ihrer Arbeit verstärkt die Holocaust-Erfahrungen ihrer Eltern und ihren eigenen, davon beeinflussten Lebensweg.

 

Aufführungsdauer: ca. 2 Stunden 20 Minuten mit Pause

 

Fotos: Anatol Kotte

 

 

Die deutsche Erstaufführung des Stücks „Chuzpe“ mit Ulrike Folkerts und Joachim Bliese wurde mit reichlich Premierenapplaus belohnt. Hamburger Abendblatt

Wunderbar.Hamburger Abendblatt

Dieses Duo geht ans Herz.Hamburger Morgenpost

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